Chirsipfäffer

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Hercules Germanicus

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Wir befinden uns im Luther-Jubiläumsjahr. Mehr dazu finden Sie weiter unten im Beitrag Luther im Jubeljahr.

Heute soll es ein bildlicher Diskussionsbeitrag aus der Reformationszeit sein. Von Hans Holbein d.J. stammt die 1522 in Basel entstandene Holzdruckgraphik

Luther als Hercules Germanicus

Auf diesem Holzschnitt vernichtet Luther mit der Keule die Autoritäten der römischen Kirche wie seinerzeit Herkules die vielköpfige Hydra. Mit der linken Hand würgt er den Kölner Dominikaner und Inquisitor Jakob van Hoogstraten. Zu seinen bereits erschlagenen Opfern am Boden zählen Aristoteles, Thomas von Aquin, Wilhelm von Ockham und Petrus Lombardus.

Für ein größeres Format klicken Sie hier auf das Blatt Hercvles Germanicvs.

Quelle:  Persistenter Link  http://dx.doi.org/10.3931/e-rara-48901

 

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2 Kommentare

  1. Pingback: Luther im Jubeljahr |

  2. Für mich eine krasse Überzeichnung: Ich glaube Luther ging trotz seines Temperamentes nicht brachyal gegen seine Kirche vor, sondern mit seiner sackstarken theologischen Gewissensargumentation: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders“. Er wollte ja nie eine Reformation zu einer neuen Kirchengründung. Vielmehr wollte er seine Kirche auf den rechten Pfad zurück bringen. Plakativ auf Grund der vier reformatorischen Soli (solus Christus, sola scriptura, sola gratia, sola fide). – Allerdings andere, finstere Kapitel sind seine Rollen im Bauernkrieg und nicht zuletzt sein Antisemitismus (weil er die Juden nicht bekehren konnte). Luther Erbe wurde im 20 Jhdt. denn auch von den Deutschen Christen instrumentalisiert, womit auch die Reichskirchen vor den Nazis und deren Gedankengut kapitulierten. – Es war übrigens „unser“ K. Barth mit einer Handvoll Deutscher Theologen, welche diesen – inklusive mit Brief an Hitler – ein einsames, kompromissloses Nein entgegensetzte (Barmer Erklärung).

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