Chirsipfäffer

Zum Zeitgeschehen

19-02-2013
von Rudolf Mohler
Keine Kommentare

Leimentalerinnen und Leimentaler aufgepaßt!

Zur Schlösserinitiative BL

Zurzeit lesen wir auf Plakaten und in den Zeitungen, daß der Gegenvorschlag zur Schlösserinitiative Wildenstein und Bottmingen die beste Lösung für die beiden Schloßanlagen sein soll. Selten wurden in kantonalen Sachabstimmungen so abstruse Aussagen gemacht. Die beiden Schlösser samt dem Hofgut Wildenstein sind seit Jahrzehnten schon im Besitz des Kantons, und nun sollen sie veräußert werden. Zwar im Baurecht, aber eben doch veräußert! Für das Schloßgut Wildenstein bei Bubendorf gibt es in diesem Gegenvorschlag ein Lösungsmodell. Bezüglich des Schlosses Bottmingen hingegen gibt es nicht mehr als eine Absichtserklärung. Wir Leimentalerinnen und Leimentaler würden nicht einmal die berühmte Katze im Sack kaufen, denn bei einem solchen Kauf weiß man wenigstens, daß es sich um eine Katze handelt. Wer dem Leimental diesen historischen und kulturellen Zeugen namens Schloß Bottmingen erhalten und ihn nicht blind verschleudern will, muß zur Schlösserinitiative JA sagen. Und das zweimal: bei der Initiative und bei der Stichfrage.

17-02-2013
von Rudolf Mohler
Keine Kommentare

Novartis-Zocker

Vasellas abschließende Heldentat bei Novartis hat wie eine Bombe eingeschlagen. Der Grün-und-gelb-Ärger bei economiesuisse, bei vielen Politikern  –  links und rechts  –  und weit herum im Publikum ist nur logisch. Dabei hat das höchstens teilweise mit der Abzockerinitiative zu tun, für die diese Schlußabzocke nicht Öl ins Feuer ist sondern reinstes Superbenzin! Das hinterläßt einen gigantischen Schaden für die Schweizer Wirtschaft, für die andern schweizerischen Weltfirmen und auch für die gesellschaftliche Grundverfassung der sozialen Marktwirtschaft in Europa. Kaum ein Medium, das den Vorgang nicht in allen Facetten beleuchtet und kommentiert hätte. Doch zwei Aspekte scheinen mir zuwenig Beachtung zu finden. Viele Kommentatoren fragen sich, wie ein so kluger Mann, so saublöd handeln konnte. Hier liegt meines Erachtens der springende Punkt. Vasella ist sicherlich ein hochintelligenter Mann, aber klug kann er nicht sein. Wäre er klug, so wäre er schon vor Jahren gar nicht in ein so geldgieriges Fahrwasser gekommen. Die  Verachtung aus Politik, Wirtschaft, ja der ganzen Gesellschaft, die ihm nun entgegenschlägt, hat er sich wenigstens redlich verdient. Auch eine Leistung, aber was für eine? Für mich bleibt aber eine zweite Frage. Wie war so etwas in einem Weltkonzern wie Novartis überhaupt möglich? Herrscht in dieser Firma etwa eine Diktatur in Stalinscher Ausprägung; oder gibt es da noch einen Verwaltungsrat, der gemäß internen Kompetenzregelungen sowohl die früheren, exorbitanten Salarierungen als nun auch diese gigantische, verkappte Abgangsentschädigung zu genehmigen hatte? Auf jedenfall sieht jedes einzelne Verwaltungsratsmitglied in diesem Zusammenhang sehr schlecht aus: Hampelmann oder Mitabzocker? Hampelmänner, wenn sie diese Vasella-Forderungen genehmigt haben. Und andernfalls müssen sich diese Herrschaften die Frage gefallen lassen, was sie selbst als Mitabzocker wohl noch so nebenher bekommen bzw. mitgenommen haben, damit sie Vasellas Geldgier überhaupt bedient haben? Übrigens alles zu Lasten des eigenen Unternehmens, der Kunden, der Mitarbeiter und auch der Aktionäre! Wo beginnt eigentlich ungetreue Geschäftsführung?

15-02-2013
von Rudolf Mohler
Keine Kommentare

Seltsame Garnituren

Zur Schlösserinitiative BL

Zur Abstimmung über die Schlösserinitiative Wildenstein und Bottmingen werden seltsame Argumente aufgetischt. Insbesondere wird für den Gegenvorschlag ins Feld geführt, daß man damit das Tafelsilber vergolden könne. Das ist eine dreiste Lüge.

Für das Schloß Wildenstein sehen Regierungsrat und Landrat vor, daß man das Schloß in eine Stiftung einbringt, zu der die Jubiläumsstiftung der Kantonalbank 10 Millionen Franken beisteuern will. Dann möchte sich die BLKB damit brüsten, sie hätte der Bevölkerung das Schloß Wildenstein geschenkt. Es gehört übrigens seit 1994 schon dem Kanton. Und das Geschäftsergebnis der Kantonalbank, aus dem diese Jubiläumsstiftung alimentiert wird, gehört ebenfalls dem Kanton.
Erste seltsame Garnitur!

Das Hofgut Wildenstein will die BLKB jedoch nicht, es soll der Christoph-Merian-Stiftung (CMS) verkauft werden. Die CMS übernimmt aber nur das landwirtschaftliche Filetstück, die schlechter zu bewirtschaftenden Hektaren bleiben beim Kanton.
Zweite seltsame Garnitur!

Nur ein JA zur Schlösserinitiative Wildenstein und Bottmingen kann solchen Unfug verhindern.

14-02-2013
von Rudolf Mohler
Keine Kommentare

Eigentlich absurd

Zur Schlösserinitiative BL

Der Kanton Baselland hat im Jahre 1957 das Weiherschloß Bottmingen gekauft. Und im Jahre 1994 kam das ganze Schloß- und Hofgut Wildenstein bei  Bubendorf dazu. Beide Erwerbungen erfolgten aus der Verantwortung der öffentlichen Hand für das kulturelle Erbe unserer Gegend.

Und nun wollen sich der Regierungs- und der Landrat aus reinen Finanzüberlegungen von diesen Schlössern trennen. Das ganze Vorhaben wurde im Rahmen des Entlastungspakets aufgegleist, und man wollte es in der Kompetenz des Landrates durchziehen. Damit die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger überhaupt noch etwas dazu zu sagen haben, mußte die Schlösserinitiative Wildenstein und Bottmingen eingereicht werden. Das ist eigentlich absurd, denn diese beiden Schlösser gehören ja heute schon uns allen. Doch statt Übungsabbruch nach der Petition mit über 10’000 Unterschriften zu veranlassen, wurde zur asiatischen Gesichtswahrung in aller Eile ein Gegenvorschlag verabschiedet, der schlimmer ist als schlecht. Er ist hilflos.

Jetzt haben wir Stimmbürgerinnen und Stimmbürger uns dazu zu äußern. Wer will, daß die beiden Schloßanlagen, die schon dem Kanton gehören, weiterhin uns allen gehören sollen, muß NEIN zum Gegenvorschlag und JA zur Schlösserinitiative sagen und bei der Stichfrage sich nochmals für die Initiative entscheiden.

14-01-2013
von Rudolf Mohler
Keine Kommentare

Weltklasse Pferdesport in Basel

Der CSI von Basel bot einmal mehr Pferdesport vom Allerbesten. Herzlichen Glückwunsch an die Organisatoren und die Träger der Veranstaltung.

Herausragend sind für mich zwei Ereignisse im höchstdotierten Hallen-GP der Welt, dem abschließenden Grand Prix H. Moser & Cie. vom Sonntagnachmittag. Die brasilianische Reiterin Luciana Deniz, die für Portugal startet und die ich schon verschiedene Male inTurnieren beobachten konnte, hat mit ihrem feinen, eleganten und gekonnten Ritt im Stechen den verdienten Sieg geholt. Zum ersten Mal hat eine Reiterin diesen Grand Prix gewonnen.

 

Diniz Luciana Siegerehrung
Luciana Diniz bei der Siegerehrung
 

Alexandra Fricker unterwegs

Fricker Alexandra unterwegs

Ebenso haben mich die Nullfehler-Ritte in den beiden Umgängen und im Stechen unser jungen Schweizer Reiterin Alexandra Fricker enorm gefreut. Sie hat es verstanden, in ihrer ersten ganz großen internationalen Prüfung auf das realistische Ziel hinzureiten. Der kontrolliert geführte Ritt im Stechen mit einer Nullfehler-Runde auf dem 6. Rang zu beenden, ist unendlich viel mehr wert, als einen Temporitt zu riskieren und zu fallieren. Herzlichen Glückwunsch an die junge Reiterin: Es war ein großartiger Auftritt in einem Weltklassefeld.

Und der Auftritt des Schweizer Fernsehens war von der Kameraführung her zwar sehr schön. Doch nur dank der Schweizer Reiterpersönlichkeit Paul Weier konnte man halbwegs zuhören. Die minimalistische Berücksichtigung des CSI Basel am Schweizer ? nicht Zürcher!!! ? Fernsehen war eine inakzeptable Frechheit. Und die gesprochenen Reporterkommentare am Sonntagnachmittag eine fachlich unqualifizierte, unerträgliche Zumutung.

13-01-2013
von Rudolf Mohler
Keine Kommentare

Pferdesport erster Klasse

Der CSI von Basel bot einmal mehr Pferdesport vom Allerbesten. Herzlichen Glückwunsch an die Organisatoren und die Träger der Veranstaltung.

Herausragend sind für mich zwei Ereignisse im höchstdotierten Hallen-GP der Welt, dem abschließenden Grand Prix
H. Moser & Cie. vom Sonntagnachmittag. Die brasilianische Reiterin Luciana Deniz, die für Portugal startet und die ich schon verschiedene Male inTurnieren beobachten konnte, hat mit ihrem feinen, eleganten und gekonnten Ritt im Stechen den verdienten Sieg geholt. Zum ersten Mal hat eine Reiterin diesen Grand Prix gewonnen.

Diniz Luciana Siegerehrung

 

Fricker Alexandra unterwegs

Alexandra Fricker unterwegs

Ebenso haben mich die Nullfehler-Ritte in den beiden Umgängen und im Stechen unser jungen Schweizer Reiterin Alexandra Fricker enorm gefreut. Sie hat es verstanden, in ihrer ersten ganz großen internationalen Prüfung auf das realistische Ziel hinzureiten. Der kontrolliert geführte Ritt im Stechen mit einer Nullfehler-Runde auf dem 6. Rang zu beenden, ist unendlich viel mehr wert, als einen Temporitt zu riskieren und zu fallieren. Herzlichen Glückwunsch an die junge Reiterin: Es war ein großartiger Auftritt in einem Weltklassefeld.

Und der Auftritt des Schweizer Fernsehens war von der Kameraführung her zwar sehr schön. Doch nur dank der Schweizer Reiterpersönlichkeit Paul Weier konnte man halbwegs zuhören. Die minimalistische Berücksichtigung des CSI Basel am Schweizer  –  nicht Zürcher!!!  –  Fernsehen war eine inakzeptable Frechheit. Und die gesprochenen Reporterkommentare am Sonntagnachmittag eine fachlich unqualifizierte, unerträgliche Zumutung.

26-03-2012
von Rudolf Mohler
Keine Kommentare

Saronsberg

Was soll denn das wieder  –  Saronsberg?

In der Weinwelt am Kap findet man laufend mehr großartig geführte Weingüter und wirkliche Spitzenweine. Dazu ist auch Saronsberg zu zählen. Dieses Weingut liegt rund 120 km nordöstlich von Kapstadt in Tulbagh und gehört zum Weingebiet Coastal Region. Dieses alte südafrikanische Städtchen liegt ein einem sehr schönen Tal in den Wintershoek Bergen. Neben allgemeinem Obstanbau ist es dominiert von Weinbau. Das Familienweingut Saronsberg stellt mit dem ‚Full Circle‘ eine Assamblage vor, die zu 85 % aus Shiraz (Syrah), 10 % Mourvèdre und 5 % Viognier, also einer weißen Rebsorte aus dem Rhône-Tal.

Der 2007er bringt alle Noten eines guten Syrah mit: dunkle Frucht, die an Brombeeren erinnert, etwas Pfeffer und den leichten Effekt, die die Franzosen „vin ïodé“ nennen. Der Mourvèdre gibt dem Wein noch bessere Struktur und auch ein voller Körper. Leichte, feine fruchtige Noten müssen von der Viognier-Traube stammen. Alles in allem ein ausgezeichneter Wein für Leute, die Syrah- oder auch südliche Côtes-du-Rhône-Weine lieben. Das einzige, was etwas Annäherung braucht: Der Faßausbau muß in relativ stark getoasteten Barrique erfolgt sein. Wer das nicht so ausgeprägt haben möchte, kann den ‚Full Circle 2007‘ einfach noch etwas liegen lassen. Das gibt sich sicher.

Saronsberg Full Circle 2007:
Ein herrlicher Begleiter zu kräftigem Fleisch wie Entrecôte, Wildschwein oder Hirsch.

 

26. März 2012

26-03-2012
von Rudolf Mohler
Keine Kommentare

Sensationell – Schweizer Damen Curling-Weltmeister 2012

WM 2012 Damen Mirjam Ott

Das ist eine riesige Freude: Mirjam Ott, die langjährige Spitzencurlerin wurde in Kanada mit ihrem Team Weltmeisterin 2012.
Mirjam Ott, die Bernerin, die in Davos spielt, gehört seit Jahren zu den besten Curlerinnen der Welt. Nach verschiedenen Titeln und Podestplätzen ist ihr nun in verdienterweise der große Titel gelungen: Weitmeisterin 2012. Herzliche Gratulation! Es ist natürlich ein ganz toller Einstieg für die Herren-WM, die in wenigen Tagen in Basel beginnt.

Die WM brachte spannende und sportliche Spitzenspiele. Und der Final der Schweizerinnen gegen die Schwedinnen war ein Krimii. Die Sache blieb spannend bis zum letzten Stein. Und dieser Stein von Skip Mirjam Ott  war letzte Perfektion.

Nochmals herzlichen Glückwunsch nach Davos. Dieser Titel ist wohlverdient und belohnt eine sehr lange Curlerinnen-Karriere, auf der Mirjam Ott immer alles eingebracht hat.

Toll!    

26. März 2012